Seit Jahrhunderten zählen physisches Gold und Silber zu den beliebtesten Anlageformen, besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Inflation. Dabei stellt sich oft die Frage: Münzen oder Barren?
Silber: Silberbarren unterliegen dem vollen Mehrwertsteuersatz von 19 %. Silbermünzen können unter bestimmten Voraussetzungen differenzbesteuert werden, was zu einer geringeren Steuerlast führt.
Gold: Anlagegold ist in Deutschland von der Mehrwertsteuer befreit, sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind. Dazu zählen ein Feingehalt von mindestens 995/1000 bei Barren und 900/1000 bei Münzen sowie die Prägung nach dem Jahr 1800. Zudem müssen Münzen im Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sein oder gewesen sein und dürfen den Marktwert des Goldgehalts um nicht mehr als 80 % übersteigen.
|
|
||
Beim Kauf von Goldmünzen zählen einige Klassiker zu den beliebtesten Anlagemünzen weltweit. Besonders der „Krügerrand“ hat sich als Spitzenreiter etabliert. Diese südafrikanische Anlagemünze besteht aus 91,67 % Gold (22 Karat) und einem Kupferanteil, was ihr die charakteristische rötliche Farbe verleiht. Seit 1967 wird der Krügerrand geprägt und ist eine der meistgehandelten Goldmünzen.
Diese Beispiele zeigen nur einen kleinen Ausschnitt der zahlreichen Anlagemünzen aus Gold, die auf dem Markt erhältlich sind. Nach dem Motto „Bares ist Wahres“ ziehen viele Anleger den Kauf von physischem Gold vor – sei es in Münz- oder Barrenform.
Gold bleibt wertstabil, selbst nach möglichen Währungsreformen. Während Banknoten an Wert verlieren oder gar wertlos werden können, behält ein Gramm Gold immer seinen materiellen Wert.
Goldmünzen sind eine langfristige Wertanlage und lohnen sich zu nahezu jeder Zeit – egal ob zur Vermögenssicherung oder als Teil eines diversifizierten Portfolios.